Lager- und Materialräume

Ordnung als Produktivitätsfaktor: Perspektiven für Lager- und Materialräume

Effiziente Organisation ist in vielen Betrieben eine tragende Säule des Erfolgs. Wer hier eine sinnvolle Struktur aufrechterhält, kann Materialflüsse verkürzen und damit Arbeitsprozesse entschlacken. Das spart Zeit und Geld. In diesem Artikel stellen wir einige Überlegungen für Lager- und Materialräume vor, die in nahezu jedem Betrieb für Ordnung und Übersichtlichkeit sorgen können.

Geräte- und Materialräume mit Konzept schaffen

Ordnung verschafft Zeit – und das, obwohl sie selbst Zeit in Anspruch nimmt. Der Gewinn durch verkürzte Suchzeiten ist jedoch um ein Vielfaches höher, als der Zeit-Invest zum Herstellen der Ordnung. Basis für einen aufgeräumten Geräte- oder Materialraum ist ein Ordnungssystem, das Lagerplätze für Gegenstände jeder Größe bereithält. Jeder dieser Plätze wird fest vergeben und die Nutzung für den vorgesehenen Gegenstand muss dafür als verbindlich betrachtet werden. Nehmen wir als Beispiel ein Weitspannregal.

Feste Plätze im Weitspannregal

Die großen Fächer eignen sich gut für Geräte wie Nasssauger, Schleifmaschinen und jede Form von elektrischem Werkzeug, das das Gewicht des Regals nicht überlastet. Aufgrund der großen Fächer können wir auf jedem Regalboden mehrere Gegenstände platzieren. Damit wir eines der Geräte immer wieder am selben Platz vorfinden, können wir diesen mit einem Klebeschild versehen. Personen, die nicht mit unserem Lagerprinzip vertraut sind, verstehen die Funktionsweise auf diesem Weg, ohne dass sie erklärt werden muss.

Dasselbe Prinzip: Für große und kleine Gegenstände

Dieses einfache Konzept wenden wir jetzt auf alle Regale, Schränke, Fächer und Schubladen an, die wir in unserem Lagerraum als Stauraum nutzen. Die festen Plätze sorgen dafür, dass wir alles schnell wiederfinden und auch nach der Benutzung an einen freien Platz stellen können, ohne dafür zunächst etwas wegräumen zu müssen.

Kleinteile und ihre Lagerplätze

Für kleinere Gegenstände sollten wir auf eine Lagerlösung zurückgreifen, die dem Umfang der eingelagerten Menge gerecht wird. Das bedeutet, wir verzichten darauf, Schrauben und Muttern in großen, gemischten Konvoluten in das zuvor erwähnte Weitspannregal einzusortieren. Für kleine Gegenstände wie Kabel, Bits und Co eignen sich Magazinschränke oder kleinere Regale mit Sichtlagerfächern oder Schüben.

Modularität schafft Flexibilität

Wenn Freifläche in Lagereinheiten mit großen Fächern besteht, kann der Einsatz von modularen Magazinschränken, Kunststoffkassetten und Sichtlagerkästen ungenutzten Platz belegen und so die restliche Fläche des Raumes auflockern. Das reduziert Hindernisse und wirkt aufgeräumter.

Ergonomie und Sicherheit

Die Aufteilung des Stauraums in Lagerfläche für kleine und große Gegenstände führt dazu, dass wir den Platz effizient ausnutzen und damit mehr Raum für Bewegungsfreiheit haben. Das erhöht die Sicherheit. In Betrieben, wo Flucht- und Rettungswege eingehalten werden müssen, erleichtert das zudem die Einhaltung der Vorschriften. Nicht zuletzt ist es wesentlich komfortabler, benötigtes ohne Hindernisse entnehmen zu können. Das trägt zu einem zeitsparenden Arbeitsprozess bei.

Digitale Lösungen nutzen

Bei reinen Materialräumen kann die Ausstattung der Lagerplätze mit der EAN des jeweiligen Artikels die Bestellung von Nachschüben erleichtern. Mittels eines EAN-Scanners können Kommissionierer zudem Kommissionierlisten einfach digital abarbeiten. Dies reduziert Fehler bei der Nachbestellung und kann das Auftreten von Retouren reduzieren. Aus Gründen der Einfachheit sollten die EAN-Codes immer auch mit dem jeweiligen Namen des Lagergutes versehen sein, sodass auch ohne den Einsatz von Scannern der Inhalt identifiziert werden kann.