Fehler beim Umzug

Fehler beim Umzug und wie sie sich vermeiden lassen

Bei einem geplanten Umzug ist an vieles zu denken. Da ist es fast schon natürlich, dass hin und wieder Dinge in Vergessenheit geraten. Diese Fehler können aber nicht nur Stress verursachen, sondern auch potenziell teuer sein. Die meisten Fehler haben ihren Ursprung zudem nicht am Umzugstag selbst, sondern in der entscheidenden Phase kurz vorher.

Kleine Fehler können eine große Wirkung haben

Beim Umzug selbst laufen viele Prozesse parallel und sind teilweise von anderen Prozessen abhängig. Dadurch können bereits begangene Fehler einen leidigen Rattenschwanz nach sich ziehen. Deren tatsächliche Auswirkungen sind so oftmals erst deutlich später erkennbar. Ein Umzug ist eben mehr als “nur” Kartons zu packen und Möbel zu transportieren. Ein ganz klassischer Fehler, wenn der Umzug in Eigenregie durchgeführt wird, ist beispielsweise zu wenige Helfer dafür einzuplanen. Dieser Fehler ist umso gravierender, wenn dann auch noch kurzfristig Helfer absagen müssen. Wer einen Umzug selbst in die Hände nehmen möchte, sollte also besser mit so vielen Helfern wie möglich planen, statt mit nur so vielen, wie auf den ersten Blick nötig erscheinen.

Fehler #1 – Der Zeitaufwand wird maßgeblich unterschätzt

Mit einem Umzug sollte man nicht erst wenige Tage vorher beginnen. Das gilt umso mehr bei grenzüberschreitenden Umzügen und noch stärker, wenn wie bei einem Umzug zwischen den USA und Deutschland der Haushalt sogar über ein Weltmeer und über Kontinente transportiert wird.

Idealerweise wird mit großzügigen Zeitfenstern gearbeitet, denn:

  • das Verpacken kleinerer Artikel dauert oftmals länger als erwartet
  • meist müssen noch Keller und/oder Dachboden freigeräumt werden
  • Sperrmüll wird womöglich auch vorab entsorgt
  • Ummeldungen müssen vorbereitet und eingereicht werden
  • die Übergabe von alter und neuer Wohnung gehört organisiert

Wichtige Aufgaben sollten daher nicht erst auf den letzten Tag gelegt werden.

Fehler #2 – Ein Umzugsunternehmen zu spät anfragen

In Deutschland wird traditionell relativ viel umgezogen, auch weil nach wie vor rund die Hälfte der Deutschen in Mietwohnungen statt im Eigentum lebt. Wer beispielsweise einen Umzug Berlin plant, sollte die Fachleute dafür rechtzeitig anfragen. In pulsierenden Großstädten sind Umzugsunternehmen traditionell noch stärker als auf dem Land ausgelastet.

Engpässe herrschen bei Umzugsunternehmen meistens in der Ferienzeit, am Wochen- sowie am Monatsende vor. Kurzfristig werden die meisten Unternehmen daher keinen Termin mehr vergeben können. Je eher man die Fachleute anfragt und das Angebot unterschreibt, umso schneller kann man hinter den wichtigsten Punkt des Umzugs einen Haken setzen.

Fehler #3 – Keine klare Planung haben

Kartons sollten niemals wahllos, sondern immer mit System gepackt werden. Außerdem sollte man sich überlegen, ob besonders sensible oder wertvolle Dinge nicht separat ins neue Zuhause gebracht werden. Teil der Planung sollte auch sein, sich selbst zu überlegen, wie viele Aufgaben bei einem Umzug Deutschland an den beauftragten Dienstleister übergeben werden. Umzugsunternehmen kümmern sich natürlich um den Transport, aber dieser umfasst nicht automatisch jeden einzelnen Handgriff.

Vor einem Umzug sollte man sich daher folgende Fragen stellen und Rücksprache mit dem beauftragten Unternehmen halten:

  • Werden Möbel vor Ort demontiert und später wieder im neuen Zuhause montiert?
  • Möchte man Kartons selbst packen oder sollen auch das die Fachleute übernehmen?
  • Kümmert sich das Umzugsunternehmen um die Ausschilderung und Halteverbotszonen am Umzugstag?
  • Müssen besonders komplexe Dinge transportiert werden, wie beispielsweise große Skulpturen oder ein Klavier?

Vor allem der Zugang und Abtransport spielen eine Schlüsselrolle. Aus diesem Grund vereinbaren Umzugsunternehmen vorab normalerweise einen Termin zur Besichtigung des Haushalts, denn unerfahrene Privatverbraucher unterschätzen das eigene Haushaltsvolumen oftmals maßgeblich.

Fehler #4 – Einzelne bürokratische Vorgänge werden vergessen

Speziell bei Mietobjekten sollten Schäden vorab dokumentiert werden. Zugleich ist im eigenen Mietvertrag nachzuschauen, wie das bisherige Zuhause für die Übergabe hergerichtet werden soll. Zudem ist die Adressänderung bei allen amtlichen Stellen zu hinterlegen. Zählerstände sollten ebenfalls dokumentiert werden. Bei laufenden Versicherungen, allen voran Hausrat- und Haftpflichtversicherung, ist daran zu denken, dass sich nicht nur die Adresse ändert. Gegebenenfalls müssen diese Policen auch neu angepasst werden, sofern das neue Zuhause beispielsweise eine Schließanlage hat oder es schlichtweg deutlich größer als die bisherigen vier Wände ist. Bei der Post sollte ein Nachsendeauftrag eingereicht werden, damit die Post an die neue Adresse weitergeleitet wird.

Umzug

Stressfrei ins neue Zuhause – so sollte ein Umzug Schritt für Schritt vorbereitet werden

Nach einem Umzug ändert sich potenziell viel im Leben. Plötzlich lebt man in einem neuen Viertel, nutzt andere Parkplätze oder öffentliche Verkehrsmittel, auch muss man sich vor Ort erst an die neuen Geräusche gewöhnen. Erfahrungsgemäß sorgt für den größten Stress aber der Umzug selbst, was auch nachvollziehbar ist. Wer viele Jahre in seinem aktuellen Zuhause wohnte, muss schließlich viel transportieren (lassen). Zudem ist noch an zahlreiche bürokratische Vorgänge zu denken.

Frühzeitig zu planen lohnt sich

Ein Umzug ist mehr als “nur” Möbeltragen und vollgepackte Umzugskartons. Verträge müssen geändert werden, Termine geben einzelne feste Abläufe vor. Zudem muss das alte Zuhause, vor allem im Fall von Mietwohnungen, wieder hergerichtet werden, während simultan schon einzelne Arbeitsschritte in der neuen Wohnung oder dem neuen Haus laufen. Bei einem kleinen Haushalt, zum Beispiel der Azubi- oder Studentenwohnung, ist der Haushalt noch überschaubar. Das Gegenteil trifft auf Familien zu, denn hier gilt es nicht nur Wohn- und Schlafzimmer, sondern auch die Kinderzimmer umzuziehen.

Historisch sind vor allem die Norddeutschen sehr umzugswillig, sie ziehen laut gängigen Statistiken am häufigsten um, gefolgt von Süddeutschen. Unabhängig davon, ob man innerhalb seines Bundeslandes oder quer durch die Republik umzieht, sollte der Umzugstermin frühzeitig festgelegt werden. Das ist der Termin, der anschließend alle weiteren Schritte beeinflusst. Ebenfalls zu bedenken: Wochenenden sowie die Phase rund um das Ende des Monats sind bei Umzügen besonders beliebt. Sofern es zeitlich möglich ist, könnte ein Umzug unter der Woche daher Vorteile bieten.

Eine Bestandsaufnahme in den heimischen vier Wänden

Bevor alles verpackt und vorbereitet wird, sollte man sich einen Überblick verschaffen. Umzüge sind traditionell gute Gelegenheiten, um alte Sachen auszusortieren, für die man im neuen Zuhause sowieso keine Verwendung mehr hat. Außerdem sollte man sich, speziell in Großstädten, frühzeitig um helfende Hände bemühen. Ein Umzugsunternehmen aus Berlin ist für Menschen, die entweder innerhalb Berlins umziehen, fortziehen oder in die Hauptstadt ziehen, eine signifikante Erleichterung. Das gilt umso mehr für große Haushalte, wo es viele und mitunter auch sehr schwere Möbel zu bewegen gilt.

Sachen, die aussortiert wurden, kann man wahlweise verschenken oder verkaufen. Findet sich kein Abnehmer, kann sich das beauftragte Umzugsunternehmen normalerweise auch gleich um die fachgerechte Entsorgung kümmern. Das hat den Vorteil, dass sich das eigentliche Transportvolumen reduziert. Wichtig: Vorab sollte man sich über etwaige Zusatzleistungen des Umzugsunternehmens informieren. Sie alle transportieren Möbel, auch demontiert werden diese normalerweise standardmäßig. Der erneute Aufbau ist hingegen häufiger eine Zusatzleistung. Selbiges gilt für das Ein- und Auspacken von kleineren Sachen in Kartons.

Einen konkreten Zeitplan und eine Checkliste erstellen

Die Umzugsfirma in Deutschland möglichst frühzeitig zu buchen ist besonders wichtig, schließlich lässt sich ein Umzugstermin bei schon gekündigter Wohnung oder einem bereits verkauften Haus nicht beliebig verschieben. Je früher man bucht, umso sicherer darf man sich sein, dass das jeweilige Unternehmen an dem jeweiligen Tag noch Aufträge annimmt.

Anschließend geht es an die Planung, die zum Beispiel so aussehen könnte:

Einige Wochen vorher sollte man sich, wie bereits dargelegt, um die Auftragsvergabe an eine Umzugsfirma bemühen. Weitere nötige Schritte:

  • Verträge prüfen und aufschreiben, welche Dienstleister und Vertragspartner über den Umzug informiert werden müssen
  • Urlaub beantragen
  • sofern sich Haustiere im Haushalt befinden, sollte man früh überlegen, ob diese zwischenzeitlich bei Bekannten untergebracht werden
  • nicht mehr benötigte Sachen werden entrümpelt, für die Entsorgung vorgesehene Möbelstücke können bereits in einer kleinen Liste erfasst werden

Rund zwei Wochen vor dem Umzugstermin sollten Kartons gepackt, Übergabetermine abgestimmt und Adressänderungen vorbereitet werden. In den letzten Tagen vor dem Umzug können dann die gängigen Alltagsgegenstände eingepackt und der Kühlschrank so langsam geleert werden. Besonders wichtige Unterlagen sollten separat aufbewahrt werden, damit diese im Zweifelsfall schnell auffindbar sind.

An die wichtigsten Dinge in der neuen Wohnung denken

Besonders wichtige und häufig benötigte Dinge sollten separat verstaut werden, damit diese in der ersten Nacht im neuen Zuhause sofort griffbereit sind. Dazu gehören:

  • Hygieneartikel und Toilettenpapier
  • Kleidung für wenige Tage
  • Medikamente
  • Bettwäsche
  • Ladegeräte und Werkzeug

Das stellt sicher, dass man vor der ersten Nacht nicht erst alle Kisten ausräumen muss, um beispielsweise Toilettenpapier oder wichtige Medikamente zu finden.